Rock im Webradio: Warum Spartensender hier zu Hause sind

Stationen & Sound ·8 Min. Lesezeit

Kaum ein Genre hat vom Webradio so profitiert wie Rock. Was im UKW-Formatradio auf eine Handvoll Klassiker zusammenschmilzt, findet im Stream seine eigene Frequenz: nach Jahrzehnt, nach Subgenre, nach Szene.

Das Nischenprivileg

Ein terrestrischer Sender muss eine große, heterogene Hörerschaft bedienen und landet deshalb zwangsläufig bei den Titeln, die niemanden vergraulen. Ein Webradio hat diesen Zwang nicht. Es kann sich auf Doom, auf Prog der Siebziger oder auf skandinavischen Death Metal beschränken und trotzdem genug Publikum finden, weil sein Einzugsgebiet nicht der Sendemast ist, sondern die Sprache und das Interesse.

Das erklärt, warum Rock im Webradio so stark ausdifferenziert ist. Die Formate reichen von Classic Rock über Album-orientierte Programme bis zu Sendern, die ausschließlich Livemitschnitte spielen. Zwischen zwei Kanälen desselben Anbieters können musikalische Welten liegen.

Die verbreiteten Formate

Woran ein guter Rocksender zu erkennen ist

Wo Hörer suchen

Rocksender werden selten über Suchmaschinen gefunden, sondern über Radioverzeichnisse, über Empfehlungen in Szeneforen und über die Sendersuche in Auto und Smart Speaker. Für Betreiber bedeutet das: Verschlagwortung nach Subgenre ist wichtiger als jede Anzeige, siehe Webradio im Marketing.

Die Verbindung zu diesem Portal

SamCro Webradio ist als Rockformat gestartet. Aus dieser Zeit stammt der Blick auf Spartenprogramme, der dieses Portal prägt: die Überzeugung, dass ein enger Fokus im Webradio kein Nachteil ist. Wie sich das Medium seit den Anfängen entwickelt hat, steht in Die Anfänge des Webradios.